SEO-Audit für E-Commerce-Shops: Der Weg zu mehr Umsatz

Ein SEO-Audit für E-Commerce zeigt Ihnen die drei umsatzbremsenden Fehler Ihres Shops und liefert eine priorisierte Roadmap zur Behebung. Die drei Kernresultate: eine Liste kritischer technischer Fehler, eine nach Umsatzpotenzial geordnete Rangfolge Ihrer wichtigsten Produkt- und Kategorieseiten sowie ein Umsetzungsplan nach Aufwand und Wirkung. Die Datenbasis dafür liefern Search Console, ein vollständiger Crawl und PageSpeed-Messungen.


Kurz gesagt:

  • Facettierte Navigation und Produktvarianten können das Crawling-Budget stark belasten, wenn keine klare Canonical-Strategie vorhanden ist.
  • Das technische SEO bei Shops umfasst grundlegende Aspekte wie Robots.txt, Sitemap-Segmentierung und Parameterverwaltung, um Indexierungsprobleme zu vermeiden.
  • Core Web Vitals wie LCP, INP und CLS beeinflussen maßgeblich die Nutzererfahrung und sollten bei Produkt-Templates gründlich optimiert werden.
  • Produktseiten brauchen individuelle Inhalte, korrekte strukturierte Daten und Vertrauenssignale, um Sichtbarkeit in Rich Results zu gewährleisten.
  • Die Priorisierung im Audit erfolgt anhand des Umsatzpotenzials, des Aufwands und der erwarteten Wirkung, um Maßnahmen effizient umzusetzen.

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Inhaltsverzeichnis

Warum ein E-Commerce-SEO-Audit anders funktioniert als bei anderen Websites

Ein Blog oder eine Unternehmensseite hat vielleicht ein paar Hundert URLs. Ein mittelgroßer Shop kommt durch Filterkombinationen, Farbvarianten und Sortieroptionen schnell auf mehrere Hunderttausend. Genau hier liegt der Unterschied: Ein generisches SEO-Audit prüft Meta-Tags und Überschriftenstruktur. Ein E-Commerce-Audit muss zusätzlich verstehen, wie facettierte Navigation und Produktvarianten den Index aufblähen und Crawling-Budget verschwenden.

Facetten wie „Größe: M“ oder „Farbe: Blau“ erzeugen kombinierbare URLs, die technisch fast identisch sind, aber trotzdem gecrawlt werden wollen. Fehlt hier eine klare Canonical-Strategie, entstehen laut AuditDepot massive Index-Bloat-Probleme, die die Crawlfrequenz der eigentlich relevanten Seiten senken.

Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Ein Shop kanonisiert alle Farbvarianten eines Produkts auf eine einzige URL. Das Problem: Kunden suchen aber gezielt nach „rote Sneaker Größe 42“, und genau diese Variantenseite verschwindet aus dem Index. Der Umsatzverlust ist real, auch wenn kein „Fehler“ im klassischen Sinn vorliegt.

Ein Audit ist deshalb keine reine Fehlerliste. Es ist eine Umsatzdiagnose, die typischerweise diese Bereiche abdeckt:

  • Crawlbarkeit und Indexsteuerung bei Facetten und Varianten
  • Ladezeit und Stabilität der Produkt- und Kategorie-Templates
  • Vollständigkeit der Produktdaten und strukturierten Auszeichnung
  • Interne Verlinkung zwischen Kategorien, Filtern und Produktseiten

Der Audit-Ablauf: Von der Datenbasis zur Priorisierung

Ein strukturiertes Audit folgt laut Siteimprove typischerweise drei Säulen: Technik, Inhalt und Off-Page. In der Praxis empfiehlt sich eine feste Reihenfolge, damit keine Zeit mit Symptomen statt Ursachen verschwendet wird.

  1. Datenbasis anlegen. Search Console, Analytics und ein Vollcrawl (inklusive Parameter-URLs) bilden das Fundament. Ohne diese drei Quellen bleibt jede Aussage eine Vermutung.
  2. Logfile-Abgleich. Ein Blick in die Logfiles zeigt, welche Seiten Googlebot tatsächlich besucht, nicht nur, welche Sie für wichtig halten. AuditDepot empfiehlt diesen Schritt als vierten Baustein direkt vor den eigentlichen Fixes.
  3. Template-Fixes vor Einzelmaßnahmen. Eine Änderung am Produkt-Template verbessert oft Tausende Seiten gleichzeitig. Ein Fix auf einer einzelnen Produktseite verbessert genau eine.
  4. Sitewide-Themen vor Detailproblemen. Robots.txt, XML-Sitemaps und Canonical-Logik wirken global. Erst danach lohnt sich der Blick auf einzelne Kategorieseiten.
  5. Verifikation via Re-Crawl. Nach jeder größeren Änderung braucht es einen erneuten Crawl, um zu bestätigen, dass der Fix tatsächlich greift.

Die Priorisierung folgt dabei einer einfachen Formel: Wirkung geteilt durch Aufwand. Eine Änderung, die zehn Produktseiten mit hohem Traffic betrifft und in einer Stunde umsetzbar ist, schlägt fast immer eine Maßnahme, die drei Wochen Entwicklerzeit für eine einzelne Landingpage bindet.

Technisches Audit: Diese Prüfpunkte entscheiden über Sichtbarkeit

Technisches SEO für Online-Shops beginnt nicht bei Keywords, sondern bei der Frage, ob Google Ihre Seiten überhaupt findet und verarbeiten darf. Shopify weist zurecht darauf hin, dass viele Plattformen zwar Standard-Robots und Sitemaps mitliefern, Templates und installierte Apps aber trotzdem einzeln geprüft werden müssen.

Folgende Punkte gehören in jede Prüfung eines Online-Shops:

  • Robots.txt kontrollieren. Häufiger Fehler: interne Suchergebnisseiten, Warenkorb- oder Checkout-Pfade werden versehentlich freigegeben und blähen den Index auf.
  • Sitemaps segmentieren. Getrennte Sitemaps für Produkte, Kategorien und Blog-Inhalte erleichtern die Diagnose, welcher Bereich Indexierungsprobleme hat.
  • Einreichung gegen Index abgleichen. In der Search Console zeigt der Vergleich zwischen eingereichten und tatsächlich indexierten URLs sofort, wo etwas hakt.
  • Index-Bloat erkennen. Ein Site-Suchbefehl (site:ihredomain.de) gegen die tatsächliche Produktanzahl deckt aufgeblähte Indizes oft in Sekunden auf.
  • Parameter-Handling festlegen. Sortier- und Trackingparameter sollten über Canonical-Tags oder Parameterbehandlung in der Search Console gesteuert werden, nicht dem Zufall überlassen bleiben.

Bei Facetten empfiehlt sich eine klare Regel: Nur Kombinationen mit echter Nachfrage werden indexiert, der Long Tail wird per robots-Anweisung oder Noindex blockiert. Canonicals setzen Sie nur dort ein, wo Varianten inhaltlich wirklich gleichwertig sind, sonst verschwinden relevante Varianten aus dem Index, wie im Eingangsbeispiel.

Profi-Tipp: Prüfen Sie Ihre robots.txt nicht nur auf Blockaden, sondern auch auf das Gegenteil. Viele Shops geben versehentlich Filterkombinationen mit null Suchvolumen frei und verschwenden damit Crawling-Budget, das an anderer Stelle fehlt.

Core Web Vitals: Wo Shop-Templates typischerweise scheitern

Core Web Vitals sind für Online-Shops keine akademische Übung. Google definiert konkrete Zielwerte: Largest Contentful Paint (LCP) unter 2,5 Sekunden, Interaction to Next Paint (INP) unter 200 Millisekunden und Cumulative Layout Shift (CLS) unter 0,1, wie Shopify erläutert.

Seit 2024 hat INP das ältere Metrik First Input Delay abgelöst. Wer nur historische Labor-Daten prüft, übersieht oft genau die Interaktionsprobleme, die INP heute sichtbar macht, etwa ruckelige Filter-Klicks auf Kategorieseiten.

Das Problem bei Shops: Nicht jede Seite ist einzeln zu optimieren, aber jedes Produkt-Template multipliziert seine Fehler auf jede einzelne Produktseite. Eine einzige schwerfällige Bildergalerie-Komponente kann zehntausende Seiten gleichzeitig ausbremsen.

Typische Ursachen und Lösungsansätze im Shop-Kontext:

  • Bildoptimierung. Produktbilder in nativen Formaten wie WebP oder AVIF, mit definierten Breiten statt Originalgröße, senken den LCP-Wert spürbar.
  • Skript-Management. Tracking-Pixel, Chat-Widgets und Review-Apps laden oft synchron und blockieren die Interaktivität. Deferred Loading entschärft das.
  • Cache und CDN. Ein Content-Delivery-Netzwerk verkürzt Ladezeiten international, besonders bei Shops mit Kunden außerhalb der eigenen Region.
  • Layout-Stabilität. Reservierte Platzhalter für Bilder und Bewertungssterne verhindern, dass Inhalte beim Laden nachträglich springen.

Felddaten aus der Search Console zeigen reale Nutzererfahrung, Labordaten aus PageSpeed Insights zeigen die Ursache. Beide zusammen ergeben erst ein vollständiges Bild, eine einzelne Quelle reicht nicht.

Produktseiten-Audit: Texte, Schema und Vertrauenssignale

Die Produktseite ist der eigentliche Umsatztreiber, deshalb verdient sie die genaueste Prüfung im gesamten Audit. Drei Bereiche entscheiden hier über Sichtbarkeit und Klickrate.

Originaltexte statt Herstellerbeschreibung sind der erste Hebel. Kopierte Produktbeschreibungen, die auf Hunderten anderen Shops identisch stehen, bieten Google keinen Grund, genau Ihre Seite auszuspielen. Variantenspezifische Inhalte, etwa unterschiedliche Passform-Hinweise pro Größe, verstärken diesen Effekt zusätzlich. GTIN- und SKU-Angaben sollten konsistent und eindeutig gepflegt sein, da sie die Zuordnung im Google-Produktindex erleichtern.

Beim strukturierten Markup zählen vor allem die Offer-Felder im Product-Schema. Fehlt eines dieser Felder, verliert die Seite oft die Berechtigung für Rich Results:

Feld Funktion Häufiger Fehler
price Aktueller Verkaufspreis Veralteter Preis nach Rabattänderung
priceCurrency Währungscode (z. B. EUR) Fehlt komplett bei Multi-Markt-Shops
availability Lagerstatus (InStock, OutOfStock) Nicht synchron mit echtem Warenbestand
aggregateRating Durchschnittliche Bewertung Fehlt bei neuen Produkten ganz

Beim Umgang mit Bewertungen gilt: Ein AggregateRating-Feld ohne echte, nachvollziehbare Reviews verstößt gegen Googles Richtlinien und riskiert eine manuelle Maßnahme. Bei ausverkauften Produkten hat sich eine klare Strategie bewährt: Seiten mit Wiederbeschaffungspotenzial bleiben online mit „OutOfStock“-Status und einer Benachrichtigungsfunktion, dauerhaft eingestellte Produkte werden mit 301-Weiterleitung auf die passende Kategorieseite gelenkt statt einfach gelöscht.

Kategorieseiten und Facetten: Kaufabsicht erkennen und Index steuern

Kategorieseiten haben eine andere Aufgabe als Produktseiten. Sie müssen eine breitere Suchintention bedienen, oft irgendwo zwischen Inspiration und konkreter Kaufabsicht. Ein Audit prüft deshalb zuerst, ob die Kategorieseite überhaupt zur tatsächlichen Suchintention passt, bevor irgendetwas an der Technik optimiert wird. Laut einer Analyse von STEP/SEEDS gehört das Vermischen unterschiedlicher Suchintentionen zu den häufigsten Fehlern in Shop-Audits.

Ein Kaufratgeber-Text über oder unter dem Produktgrid kann diese Lücke schließen, vorausgesetzt, die Positionierung stört den Kaufprozess nicht. Text über dem Grid eignet sich für informationsorientierte Kategorien, Text darunter für Kategorien mit klarer Kaufabsicht, wo Nutzer sofort Produkte sehen wollen.

Bei der Facettensteuerung braucht es eine bewusste Entscheidung, keine Standardeinstellung:

  • Hoch nachgefragte Filterkombinationen mit eigenem Suchvolumen verdienen eine indexierbare, eigene URL.
  • Seltene Kombinationen ohne Suchvolumen gehören per Parameterhandling oder Noindex aus dem Index.
  • Pagination-Seiten (Seite 2, 3, 4 einer Kategorie) sollten eigenständig indexierbar bleiben, sofern sie eigenen Content-Wert bieten.
  • „Alle anzeigen“-Ansichten sind sinnvoll bei überschaubaren Produktzahlen, werden bei Tausenden Artikeln aber selbst zum Performance-Problem.

Structured Data: Diese Schema-Typen brauchen Shops wirklich

Strukturierte Daten sind für Shops kein Nice-to-have. Sie entscheiden zunehmend darüber, ob ein Produkt in Rich Results, Shopping-Ergebnissen oder KI-generierten Antworten überhaupt auftaucht. Fehlende Product-Schema-Auszeichnung führt laut Shopify häufig zu Impressionsverlusten genau in diesen Flächen.

Vier Schema-Typen sind für Online-Shops praktisch unverzichtbar:

  • Product mit vollständigen Attributen wie Name, Bild, Beschreibung und Marke
  • Offer verschachtelt im Product-Schema mit Preis, Währung und Verfügbarkeit
  • BreadcrumbList für die Navigationsstruktur in den Suchergebnissen
  • ItemList für Kategorieseiten, wenn mehrere Produkte als Set dargestellt werden sollen

Google nutzt diese Felder nicht nur zur Anzeige, sondern auch zur Zuordnung im Merchant-Ökosystem. Deshalb lohnt sich ein regelmäßiger Validierungslauf über Validator und den Rich Results Test, idealerweise automatisiert bei jedem größeren Template-Update.

Profi-Tipp: Validieren Sie nicht nur eine Beispielseite. Prüfen Sie mindestens eine Seite pro Template-Variante, denn ein einzelner fehlender Preis in einer Variante kann sich auf Tausende Produkte auswirken, die dasselbe Template nutzen.

Priorisierung und Roadmap: So werden Befunde zu Ergebnissen

Ein Audit ohne Priorisierung ist nur eine lange Liste von Beobachtungen. Der entscheidende Schritt ist die Übersetzung in eine Roadmap, die nach Umsatzhebel sortiert ist.

  1. Umsatzimpact schätzen. Traffic multipliziert mit Conversion-Rate multipliziert mit durchschnittlichem Bestellwert auf die betroffenen URLs macht laut STEP/SEEDS die Priorisierung greifbar statt gefühlt.
  2. Aufwand realistisch bewerten. Ein Template-Fix mit einem Entwicklertag Aufwand schlägt fast immer eine Einzelmaßnahme mit drei Wochen Aufwand, selbst bei ähnlichem Umsatzpotenzial.
  3. KPIs vor dem Fix festlegen. Organische Sitzungen, Klickrate in der Search Console und Rankingposition der betroffenen Seiten sollten vor der Änderung dokumentiert werden.
  4. Messfenster einhalten. Google braucht nach Template-Änderungen oft zwei bis vier Wochen, um neue Signale vollständig zu verarbeiten. Frühere Bewertungen sind unzuverlässig.
  5. Rollback-Option bereithalten. Jede größere Änderung sollte technisch rückgängig zu machen sein, falls die Messung nach dem Fenster negative statt positive Effekte zeigt.

Ein Kontext, der bei der Priorisierung oft übersehen wird: Laut Baymard Institute liegt die durchschnittliche Checkout-Abbruchrate bei rund 69,8 %. Das bedeutet, mehr Traffic auf eine Kategorieseite zu holen, bringt wenig, wenn der Checkout selbst der eigentliche Umsatzverlust ist. Ein gutes Audit prüft deshalb auch, ob technische SEO-Maßnahmen überhaupt der richtige Hebel sind, oder ob Conversion-Probleme im Checkout Vorrang haben.

Werkzeuge und Workflow für die praktische Durchführung

Ein wiederholbares Audit braucht ein festes Tool-Set, keine Ad-hoc-Zusammenstellung je nach Tagesform. Bewährt haben sich folgende Kombinationen:

  • Crawler: Screaming Frog oder Sitebulb für die technische Vollerfassung inklusive Parameter-URLs
  • Google Search Console: Abgleich von Indexierung, Klickrate und Coverage-Fehlern
  • PageSpeed Insights: Feld- und Labordaten für Core Web Vitals auf Template-Ebene
  • Logfile-Analyse: Nachvollziehbarkeit, welche Seiten Googlebot tatsächlich besucht
  • Schema Validator: Automatisierte Prüfung strukturierter Daten nach jedem Release

Der eigentliche Workflow harmonisiert diese Quellen, statt sie isoliert zu betrachten. Ein Crawl zeigt, was technisch existiert. Die Search Console zeigt, was Google tatsächlich indexiert. Analytics zeigt, was davon Umsatz bringt. Erst die Überschneidung dieser drei Perspektiven ergibt belastbare Priorität, mehr dazu in einer ausführlichen Anleitung zu Analyse-Tools im E-Commerce.

Am Ende jedes Audits steht ein Reporting, das Entscheider tatsächlich nutzen können: eine priorisierte URL-Liste, ein geschätzter Umsatzimpact pro Maßnahme und eine klare Verantwortlichkeit, wer die Umsetzung übernimmt. Ohne diese drei Elemente bleibt ein Audit ein Dokument in der Schublade, mehr nicht.

Wer hinter diesem Ansatz steht

Dieser Ansatz zur E-Commerce-SEO-Prüfung stammt nicht aus der Theorie, sondern aus über zwölf Jahren praktischer E-Commerce-Erfahrung und sieben Jahren im Google-Marketing, die Dominic bei Hyped in die Beratung einbringt. Diese Kombination ist selten: Viele SEO-Berater kennen die Suchmaschine gut, aber nicht die betriebswirtschaftliche Realität eines Shops mit Lagerbestand, Margen und Saisonalität.

Es gibt Pakete, die SEO- und GEO-Beratung mit einem Analyse-Dashboard verbinden. Konkret bedeutet das unter anderem:

  • Individuelle Handlungsempfehlungen
  • Monatliche Reports zu SEO- und GEO-Entwicklung
  • Direkte Kommunikation

Wichtig ist dabei die Rolle als Sparringspartner, nicht als Ausführungsagentur. Beratung wird von kleineren Shops zur Selbstumsetzung genutzt und von größeren Unternehmen als Zweitmeinung, um bestehende Agenturarbeit unabhängig zu überprüfen.

Was die meisten Audit-Checklisten übersehen

Die meisten Anleitungen zu E-Commerce-SEO-Audits lesen sich wie technische Prüflisten: Robots.txt checken, Sitemaps checken, Schema checken. Das ist nicht falsch, aber es verfehlt den eigentlichen Punkt. Ein Audit ist kein Selbstzweck, sondern ein Priorisierungsinstrument. Wer zwanzig Fehler findet und alle gleich behandelt, verschwendet Wochen mit Detailkorrekturen, während der eine Template-Fehler, der zehntausend Seiten betrifft, unbearbeitet bleibt.

Die überraschendste Erkenntnis aus der Praxis: Technisch einwandfreie Shops verlieren trotzdem Umsatz, wenn die Checkout-Abbruchrate hoch bleibt. Ein Audit, das nur SEO-Metriken misst und den Kauftrichter danach ignoriert, liefert ein unvollständiges Bild. Die eigentliche Kompetenz liegt darin, zu erkennen, wann ein SEO-Fix den Umsatz bewegt und wann nicht.

Mein Rat an Marketingverantwortliche: Verlangen Sie von jedem Audit, gleich ob intern oder von einer Agentur, eine klare Umsatzschätzung pro Maßnahme. Ohne diese Zahl bleibt jede Priorisierung ein Bauchgefühl, verkleidet als Methodik.

— Dominic

Ihr Audit, Ihre Entscheidung: Selbst umsetzen oder mit Unterstützung

Ein E-Commerce-SEO-Audit lässt sich mit den in diesem Artikel beschriebenen Tools durchaus selbst durchführen. Wer die Zeit dafür nicht hat oder eine unabhängige Einschätzung der eigenen technischen Basis braucht, findet bei Hyped einen Ansatz ohne langfristige Vertragsbindung: ein monatlich kündbare Beratungspakete als Alternative zu klassischen Agenturen mit Mindestlaufzeit.

Hyped

Das Angebot richtet sich an drei Gruppen: kleinere Shops, die selbst umsetzen, aber eine fachliche Einordnung brauchen; mittelständische Unternehmen, die eine bestehende Agentur unabhängig überprüfen lassen wollen; und Teams, die einen erfahrenen Sparringspartner für ihre eigenen SEO-Entscheidungen suchen. Der Leistungsumfang umfasst einen strukturierten Auditbericht, eine nach Umsatzpotenzial priorisierte Roadmap und eine Beratungssitzung zur Besprechung der Ergebnisse.

Wer den ersten Schritt machen möchte, findet auf der Seite zur Suchmaschinenberatung für E-Commerce die Möglichkeit für ein Erstgespräch, oder startet direkt mit einem strukturierten SEO-Check der eigenen Website.

Quellen

Wer Audit-Ergebnisse selbst nachvollziehen möchte, findet bei diesen Anlaufstellen eine verlässliche Grundlage:

Diese Quellen eignen sich, weil sie entweder direkt von Google stammen oder technische Standards abbilden, die unabhängig vom eigenen Shopsystem gültig bleiben.

FAQ

Was ist ein SEO-Audit für E-Commerce genau?

Ein SEO-Audit für E-Commerce ist eine strukturierte Prüfung der technischen, inhaltlichen und strukturellen SEO-Faktoren eines Online-Shops, die mit einer nach Umsatzpotenzial priorisierten Fehlerliste endet.

Wie viel kostet ein SEO-Audit?

Die Kosten variieren stark je nach Shopgröße und Prüftiefe, von kurzen Erstchecks bis zu umfassenden mehrwöchigen Analysen. Monatlich kündbare Beratungsmodelle wie bei Hyped bieten hier eine planbare Alternative zu Einmalprojekten mit unklarem Umfang.

Gibt es kostenlose Tools für eine SEO-Analyse?

Ja, die Google Search Console und PageSpeed Insights sind kostenlos und liefern Basisdaten zu Indexierung und Core Web Vitals. Für einen vollständigen Crawl braucht es allerdings meist ein spezialisiertes Tool wie Screaming Frog, dessen kostenlose Version bei kleineren Shops oft ausreicht.

Welcher SEO-Score gilt als gut?

Ein einzelner „SEO-Score“ aus einem Tool sagt wenig über echte Rankingchancen aus, da jedes Tool anders gewichtet. Aussagekräftiger sind konkrete Zielwerte wie die Core Web Vitals-Grenzen von Google: LCP unter 2,5 Sekunden, INP unter 200 Millisekunden und CLS unter 0,1.

Wie oft sollte ein Shop ein SEO-Audit durchführen?

Ein vollständiges Audit lohnt sich mindestens einmal jährlich, bei größeren Template- oder Plattformwechseln zusätzlich unmittelbar danach. Kleinere Kontrollen der Kernkennzahlen sollten dagegen monatlich stattfinden, um Regressionen früh zu erkennen.

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Founder & Performance Marketing Strategist bei HYPED

Dominic Foerst ist Gründer von HYPED und spezialisiert auf SEO, Generative Engine Optimization (GEO) und Google Ads.
Er unterstützt Unternehmen wie z.B. Online-Shops dabei, nachhaltig sichtbar zu werden – in klassischen Suchmaschinen und KI-gestützten Suchsystemen.

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